Jean-Baptiste Grenouille wird 1738 als
unehelicher Sohn einer Fischverkäuferin
geboren; er überlebt den versuchten
Kindsmord seiner Mutter und das entbehrungsreiche
Leben als Kostkind sowie die Zeit als
Hilfskraft bei einem Gerber, wo er
lebensgefährliche Arbeiten verrichten muss.
Ausgestattet mit einem absoluten Geruchssinn,
ist er selbst jedoch ohne Geruch. Sie
konnten ihn nicht riechen. Sie hatten Angst
vor ihm.
Als Mensch ohne Geruch zum Außenseiter
verurteilt, erschließt er sich die Welt von
Gerüchen und Düften, die er förmlich in sich
aufsaugt. So folgt Grenouille über mehrere
Pariser Stadtviertel dem Duft eines jungen
schönen Mädchens, das er schließlich tötet,
um ihren Duft in allen Feinheiten in sich
aufzunehmen.
Grenouille erkennt seine Begabung und
beschließt, der größte Parfumeur aller
Zeiten zu werden. In einer Lehre erwirbt er
die Fähigkeit, Düfte zu gewinnen und haltbar
zu machen. Erst mit 25 Jahren wird ihm seine
eigene Geruchlosigkeit bewusst und so
entwickelt er verschiedene Menschendüfte,
die er anwendet, um unerkannt zu leben und
seinem Ziel näher zu kommen.
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Das Parfum ist ein Buch welches
einen fesseld und gleichzeitig
abstoesst. Es wird in den Himmel
gelobt und in die Hoehle verbandt.
Fuer mich war es die meiste Zeit
ekelig. Nun kann natuerlich jemand
behaupten, dass das an der
wunderbaren Sprachgenalitaet des
Autors lag. Ohne Frage, sein
Sprachstil ist unbestreitbar genial,
anmutig, poetisch und einfach der
Zeit angepasst in dem sein Roman
spielt.
Sehr interessant finde ich die Idee
eine Romanfigur zu erfinden ohne
Eigengeruch. Dann dieser Figur eine
ausgesprochen feine Nase zu geben,
so dass der Protagonist sogar an dem
Duft einer Frau ihre Augenfarbe
bestimmen kann, ist schier
unglaublich. Es wird einem
ueberhaupt die Welt der Duefte
naeher gebracht, in einer zwar
teilweisen sehr langatmigen Form,
was aber durchaus manchen Leser
interessieren mag. Das Ende des
Buches wird Ueberraschen, denn damit
rechnet man "normaler"weise
nicht.
Dieses Buch wird hochgelobt und
sogar im Schulunterricht gelesen.
Einstimmen kann ich in diesen
Lobgesang nicht, da fuer mich die
Handlung des Buches meist nur
grausam ist. Was an Erinnerung
bleibt von diesem Roman; ist ein fader
Nachgeschmack.
Sandra, 12.05.2008 |